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Ausgaben


24.09.2018 - Ausgabe 184

Finanzplatz: Helaba sieht Frankfurt als erste Adresse für Brexit-Banken

Am 23. Juni 2016 fiel das Votum zu Gunsten eines Ausscheidens Großbritanniens aus der Europäischen Union. Obwohl die Verhandlungen nun schon seit geraumer Zeit anhalten, herrscht noch immer eine enorme Ungewissheit. Der faktische EU-Austritt ist für den 30.03.2019 angesetzt, während das Ende der Übergangsphase mit dem 31.12.2020 bereits festgelegt wurde. Ansonsten sind die Fakten dieses Thema betreffend eher spärlich oder noch nicht ausgegoren. Ob wir einem harten oder weichen Brexit entgegensteuern, lässt sich weiterhin nur abschätzen. Finanzinstitute können sich unterdessen den Luxus nicht erlauben, zu warten, wie die Verhandlungen ausfallen. Stattdessen sind sie gezwungen, frühzeitig Schritte einzuleiten, die sie für alle möglichen Szenarien wappnen.
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24.09.2018 - Ausgabe 184

Auf die Schnelle: BIZ warnt vor Turbulenzen an den Finanzmärkten

+++ Finanzen: In dem gestern von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) veröffentlichten Quartalsbericht blickt die „Zentralbank der Zentralbanken“ sorgenvoll in die Zukunft. Sie rechnet mit Turbulenzen an den Finanzmärkten und sieht dafür gleich mehrere Gründe. Neben der Überbewertung der Märkte in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften seien dies zu lockere Finanzierungsbedingungen und zu hohe globale Schuldenstände. Zudem läuft der Wirtschaftsmotor Chinas, in den letzten Jahren treibende Kraft des weltweiten Wachstums, nicht mehr ganz so auf Hochtouren wie in den Vorjahren. Weil die Zinsen derzeit historisch niedrig sind und die Notenbankbilanzen aufgeblähter denn je seien, gebe es außerdem kaum Spielraum, um auf eine mögliche neue Finanzkrise zu reagieren. Wie aus dem Quartalsbericht weiter hervorgeht, ist die Zahl sog. „Zombie“-Firmen in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. 2016 waren 12% aller Firmen in den entwickelten Volkswirtschaften Firmen, die ohne günstige Kredite und in „normalen“ Zeiten längst pleite wären. Ende der 80er-Jahre lag die Zombie-Quote bei rund 2%. mehr...
24.09.2018 - Ausgabe 184

Analystenbarometer: Nord/LB sieht Hoffnungsschimmer für europäische Großbanken

+++ Nach dem jüngsten Kapitalmarkttag des Großküchenherstellers Rational hat die britische Investmentbank HSBC das Kursziel für den SDAX-Konzern spürbar erhöht. Wie die Briten berichten, habe die Veranstaltung die hohe Qualität der Wachstumsstory unterstrichen. HSBC schränkte aber ein, dass das Potenzial für Profitabilitätssteigerungen beschränkt sei. 
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21.09.2018 - Ausgabe 183

Banken: Mit vier Klicks zum persönlichen Kundenberater

Kundenbindung und Kundengewinnung sind zentrale Themen des Alltagsgeschäft einer jeden Bank. In diesem hart umkämpften Feld spielen Innovationen, auch in Form von Apps, eine immer größere Rolle. Personalisierung und eine bessere Kundenerfahrung sollen im Zuge der Digitalisierung neue Chancen für Finanzinstitute bieten, um den Kundenkontakt zu intensivieren. Die US-amerikanische Bank Umpqua setzt da ganz auf das Tinder-Prinzip und bietet eine entsprechende App an. Kunden dürfen so lange „swipen“ bis sie ihren Wunsch-Berater auserwählt haben.
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21.09.2018 - Ausgabe 183

Auf die Schnelle: Wells Fargo will über 25.000 Stellen streichen

+++ Finanzmarkt: Am Londoner Finanzmarkt wachsen die Stellenangebote wieder kräftig. Der August 2018 brachte gegenüber dem gleichen Monat im Vorjahr eine Zunahme der Angebote um volle 10%. Das ist seit Anfang 2017 erst die zweite zweistellige Steigerung der Stellenausschreibungen, wie die große Finanzmarkt-Personalvermittlungsagentur Morgan McKinley betont. Diese Zunahme ist insofern bemerkenswert als der August normalerweise ein überaus ruhiger Monat in der Stellenvermittlung ist.
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21.09.2018 - Ausgabe 183

Czerwensky-Wochenausblick: Allianz stellt jährlichen Wohlstandsbericht vor

Montag (24.09.): Die Regeländerungen für die Indizes MDAX, SDAX und TecDAX sowie Indexänderungen werden zu Beginn der Woche wirksam. Neuerdings wird die Klassifizierung nach Technologie und Klassik aufgehoben. Die Firmenanzahl der Werte im MDAX steigt von 50 auf 60 und im SDAX von 50 auf 70. Der TecDAX wird derweil weiterhin aus 30 Unternehmen bestehen.
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20.09.2018 - Ausgabe 182

Sparkassen: Das Vermögensgeschäft soll weiter ausgebaut werden

Sparkassen sind mit der Aufgabe betraut, durch ihre lokale Präsenz den breiten Bevölkerungsschichten die Möglichkeiten zur Geldanlage anzubieten, Zahlungsverkehr durchzuführen als auch den Kreditbedürfnissen der mittelständischen Wirtschaft nachzukommen. Vermögensverwaltung zählte bisher eher zum Steckenpferd der Privaten. Nun wollen die öffentlich-rechtlichen Geldhäuser auch das in Angriff nehmen und könnten in Zukunft den Privat-Banking-Markt reichlich aufmischen, sollten sie ihre Position in der Vermögensverwaltung erfolgreich verstärken können.
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20.09.2018 - Ausgabe 182

Deutsche Bank: Die „Blauen“ vertiefen ihre Kooperation mit dem MIT

Die Deutsche Bank und das Massachusetts Institute of Technology (MIT) erweitern ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der ökonomischen und technologischen Forschung, ließen die „Blauen“ heute in einer Pressemitteilung verlauten. Die Deutsche Bank wird demnach Gründungsmitglied der MIT-Initiative zur digitalen Wirtschaft. Die bereits seit 2016 laufende Zusammenarbeit mit der technischen Universität soll dadurch noch weiter verstärkt werden und ist für die nächsten drei Jahre angesetzt.
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20.09.2018 - Ausgabe 182

Auf die Schnelle: Rocket kauft Aktien zurück - Südzucker reduziert Jahresprognose

+++ Südzucker: Südzucker gab heute per ad-hoc-Meldung eine Gewinnwarnung bekannt, die den Aktienkurs stark nach unten taumeln ließ. Kurz nach Bekanntgabe der Gewinnwarnung verloren die Papiere von Südzucker 8,25% an Wert und fielen auf 11,34 Euro. Im weiteren Verlauf wurden die gröbsten Verluste zwar wettgemacht, dennoch notieren die Titel weiter 4,7% tiefer. Als Ursache nannte das Unternehmen das schwierige Marktumfeld für Zucker, Verzuckerungsprodukte (Stärke) und Ethanol, welches das Ergebnis belastet habe. Die Mannheimer haben im ersten Halbjahr (1. März 2018 bis 31. August 2018) des laufenden Geschäftsjahres 2018/19 einen Konzernumsatz von 3475 (Vorjahr: 3493) Mio Euro erwirtschaftet. Das operative Konzernergebnis reduzierte sich im gleichen Zeitraum deutlich auf 139 (Vorjahr: 282) Mio Euro. Für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 erwartet Südzucker nun einen Konzernumsatz in Höhe von 6,6 bis 6,9 (bisherige Prognose: 6,8 bis 7,1; Vorjahr: 7,0) Mrd Euro. Das operative Konzernergebnis sieht Südzucker bei 25 bis 125 (bisherige Prognose: 100 bis 200; Vorjahr: 445) Mio Euro. Der vollständige Bericht für das erste Halbjahr 2018/19 wird am 11. Oktober 2018 veröffentlicht.
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19.09.2018 - Ausgabe 181

DAX-Prognose: VÖB-Experten glauben an die Trendwende - V.a. LBBW optimistisch

Im laufenden Jahr hat der DAX gegenüber Ende 2017 spürbar an Wert verloren. Im September konnte sich der Leitindex aber wieder etwas erholen. Anleger reagierten relativ gelassen auf die jüngste Zuspitzung im globalen Handelskrieg zwischen China und den USA, der nun endgültig zu eskalieren droht. Auch heute lag der DAX leicht im Plus und steht derzeit bei fast 12.200 Punkten. Wie schätzen Aktienexperten die DAX-Entwicklung in den kommenden Monaten ein? 
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19.09.2018 - Ausgabe 181

Banken: Berg Lund & Company rät zu einem Datenpakt zwischen Bank und Kunde

Banken besitzen eine Fülle an Daten und Informationen, die so manchen Werbetreibenden Tränen vor Glück in die Augen schießen lassen würde, sollte er sie je in die Finger bekommen. Aber darüber hinaus genießen deutsche Banken vor allem eines – das Vertrauen ihrer Kunden in Sachen Datenpflege. Und so dürfte es weder auf Kundenseite noch auf Seite der Werbetreibenden zu Tränen kommen, wenn Banken ihrem Vertrauensvorschuss nachkommen. In Zukunft dürften Banken von diesem Schatz zunehmend profitieren. So zeigt eine Studie des mittelständischen Beratungshaus Berg Lund & Company (BLC), dass Kunden durchaus bereit sind, ihre Daten an ihre Bank preiszugeben, sollten sie dadurch einen konkreten Mehrwert erfahren. 
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19.09.2018 - Ausgabe 181

Auf die Schnelle: Holdingstruktur kein Thema bei Deutscher Bank

+++ Deutsche Bank: Vergangene Woche machten Gerüchte die Runde, wonach die Deutsche Bank eine Umwandlung hin zu einer Holdinggesellschaft prüfe (Nr. 177 v. 13.9.18). Die neue Struktur könnte die Bank flexibler machen und ihr mehr Spielraum verschaffen, um bspw. mit anderen Geldhäusern zu fusionieren oder Geschäfte zu verkaufen, wurde gemunkelt. Finanzchef James von Moltke sagte jetzt, dass an den Umbau-Gerüchten nichts dran sei. „Sie sollten nicht alles glauben, was Sie in der Presse lesen.“ Eine Holding sei derzeit kein Thema, das bei dem Frankfurter Geldhaus höchste Priorität habe. Man schaue sich zwar von Zeit zu Zeit die Struktur des Unternehmens an, so von Moltke weiter. Die jüngsten Spekulationen seien aber „nur etwas Lärm“ rund um die Bank. 
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18.09.2018 - Ausgabe 180

Banken: Meisten Apps gut, aber Mängel beim Datenverhalten - Sparkassen top

Bankgeschäfte lassen sich heutzutage bequem vom Sofa oder von unterwegs aus mit dem Handy erledigen. Doch noch immer meiden viele Kunden das Mobile Banking aus Angst vor Sicherheitslücken. Doch wie sicher und bequem sind die Angebote der Banken tatsächlich? In der Oktober-Ausgabe der „Finanztest“ hat die Stiftung Warentest jetzt 38 Banking-Apps genauer unter die Lupe genommen. Dabei gab es einen eindeutigen Gewinner. 
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18.09.2018 - Ausgabe 180

Zahlungsverkehr/China: Wenn selbst der Bettler kein Bargeld mehr akzeptiert

Papiergeld war einmal eine chinesische Erfindung, auf die viele im Land stolz waren. Heute aber stoßen Scheine wie auch Münzen bei einem Großteil der chinesischen Bevölkerung auf Ablehnung. Selbst auf den kleinsten Märkten wird kaum mehr Bargeld akzeptiert und sogar Bettler in den großen Metropolen schwören auf elektronisches Geld. Chinas Weg in eine bargeldlose Zukunft verläuft anders als in vielen europäischen Ländern, in denen die Diskussion ums Bargeld fast einem Glaubenskrieg gleicht. Die Abschaffung des Bargelds ist in China nicht von oben nach unten befohlen worden. Sie ist vielmehr auf Konzerne wie Alibaba und Tencent zurückzuführen, die es verstanden haben, den umgekehrten Weg, nämlich von unten nach oben, zu beschreiten.
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18.09.2018 - Ausgabe 180

Auf die Schnelle: Sparkassen Hessen-Thüringen erwarten weniger Gewinn

+++ Sparkassen Hessen-Thüringen: Trotz eines „guten“ Starts in das laufende Geschäftsjahr erwartet der Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen für das Gesamtjahr ein niedrigeres Betriebsergebnis. Gleichwohl zeigte sich Verbandpräsident Gerhard Grandke zuversichtlich, für 2018 ein „ordentliches Resultat“ zu erzielen. Im ersten Halbjahr konnten die 49 Mitgliedsinstitute ihr Kreditgeschäft um gut 2% auf 75 Mrd Euro ausbauen. Beim Neugeschäft gab es ein Plus von knapp 5% auf 6,5 Mrd. Besonders gut liefen die Geschäfte bis zur Jahresmitte mit Firmenkunden. Hier stiegen die Darlehenszusagen um über 9%. Auf der Einlagenseite stagnierten die Geschäfte bei rund 97 Mrd Euro. Wegen der Unsicherheiten an den Börsen verfolgten viele Kunden derzeit eine Halte-Strategie, berichtet Grandke. Die Wertpapierkäufe sanken seit Jahresbeginn um 5,3%, die Verkäufe sogar um ein Fünftel. Für das Gesamtjahr erwartet der Verband wegen der Niedrigzinsen und Kosten für Regulierung sinkende Gewinne. Erwartet wird ein Betriebsergebnis von 910 Mio Euro, nach 1,06 Mrd im Vorjahr. Die Sparkassen arbeiteten konsequent an ihren Kosten und Erträgen. Grandke ist deshalb überzeugt, „dass sich unsere Sparkassen trotz der nicht einfachen kreditwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin gut am Markt behaupten werden“.
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17.09.2018 - Ausgabe 179

Bundesbank: Sparkassen und Genobanken schlagen sich besser als Großbanken

Schon seit Jahren stöhnen die deutschen Geldhäuser unter der EZB-Geldpolitik. Doch nicht alle Institute leiden gleich stark unter den Null- und Niedrigzinsen. Wie jetzt aus einem Bericht der Bundesbank hervorgeht, kamen Sparkassen und Genossenschaftsbanken im letzten Jahr besser mit ihnen zurecht als Großbanken. 
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17.09.2018 - Ausgabe 179

Auf die Schnelle: Billiges Geld hält Pleitefirmen am Leben - „Vivy“ startet

+++ Unternehmen: Die expansive Geldpolitik der EZB hält in Deutschland viele Unternehmen am Leben, die in „normalen“ Zeiten längst pleite wären. Wie eine Studie der Wirtschaftsauskunftei Creditreform vermuten lässt, haben die EZB und günstige Finanzierungskonditionen das Überleben von Unternehmen ermöglicht, die unter anderen Umständen bereits aus dem Markt ausgeschieden wären. Zwischen 2014 und 2016 schrieben fast 7% der deutschen Unternehmen jedes Jahr Verluste. Diese Unternehmen nahmen im untersuchten Zeitraum mehr Fremdkapital auf als Firmen in den schwarzen Zahlen und weiteten ihre Verbindlichkeiten aus. Dies deute darauf hin, dass die Pleitefirmen von den aktuell sehr günstigen Krediten profitieren. V.a. im Dienstleistungsgewerbe waren drei rote Jahre in Stück zu beobachten. Auch langfristig hinken ehemalige Pleitefirmen deutlich hinterher. Unternehmen, die von 2008 bis 2010 Verluste schrieben, konnten ihren Umsatz bis 2016 nur um durchschnittlich 5,5% steigern. Alle betrachteten Unternehmen konnten im Vergleich dazu im Schnitt um fast ein Viertel zulegen. Trotz roter Zahlen in mehreren Jahren konnte sich der Großteil am Markt behaupten. Von den Pleitefirmen zwischen 2008 und 2010 überlebten 84% ihre Durststrecke. 
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17.09.2018 - Ausgabe 179

Analystenbarometer: Walmart profitiert von Portfoliobereinigungen

+++ Ein Verkauf der Supermarktkette Real von Metro wäre ein guter Schritt in eine einfachere Konzernstruktur, meint die britische Großbank HSBC. Sie hat das Kursziel für den Handelskonzern um rund ein Fünftel auf 14 Euro je Aktie erhöht. Im neuen Kursziel enthalten seien nun auch aktualisierte Wechselkurserwartungen und eine gesunkene Kapitalkostenprognose.
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14.09.2018 - Ausgabe 178

Banken: Zehn Jahre nach Lehmann soll neuer Indikator „Stress“ messen können

Morgen vor genau zehn Jahren musste Lehmann Brothers Insolvenz anmelden. Damit löste die Bank eine Kettenreaktion aus. Steuerzahler mussten mit Milliarden für die Rettung von Banken aufkommen und Institute wurden sehr viel schärfer reguliert als vor der Krise. Zehn Jahre später präsentieren sich die Geldhäuser in aller Welt weitaus robuster, dennoch warnen viele Experten vor einer neuen Krise. Doch wie realistisch ist ein solches Szenario wirklich? In den USA wird die Regulierungsschraube bereits gelockert und auch die Schweizer Notenbank sprach sich nun für eine Überprüfung der internationalen Bankenregulierung aus. Besteht also wirklich Grund zur Entwarnung?
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14.09.2018 - Ausgabe 178

Auf die Schnelle: Neue Gebührenregelung macht britischen Finanzfirmen zu schaffen

+++ Banken: In Großbritannien beschweren sich immer mehr Kunden über die Behandlung durch Finanzmarktunternehmen. Der für den Bereich zuständige Ombudsmann berichtete nun von einer Zunahme der Beschwerden um ein Fünftel auf rund 200.000 im ersten Halbjahr. Erklärt wird der Anstieg v.a. mit den schärferen Vorschriften für Anbieter von Kleinkrediten. V.a. bei den Kreditplattformen CashEuroNet und Wonga nahmen die Beschwerden massiv zu. Der bisherige Markführer Wonga ging nun sogar pleite und musste den Betrieb einstellen. Dass die Unternehmen unter stärkeren Druck geraten, hat mit den geltenden Gebührenregelungen zu tun. Betroffene Häuser müssen pro beim Ombudsmann eingegangener Beschwerde eine Gebühr von 550 Pfund entrichten – unabhängig vom Ausgang des Beschwerdeverfahrens. Lediglich für die ersten 25 Beschwerdefälle wird keine Gebühr fällig, was angesichts der Masse an Beschwerden naturgemäß überhaupt nicht ins Gewicht fällt. Allein CashEuroNet musste knapp 4700 Mal die Gebühr berappen, also fast 2,6 Mio Pfund zahlen. Hinzu kommen die Schadenersatzzahlungen, die der Ombudsmann den Beschwerdeführern zubilligt. Bei CashEuroNet hat die fällige Gebühr die Höhe des Gewinns in der gleichen Periode deutlich übertroffen. Ähnlich geht es anderen Unternehmen. 
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